Lehrstuhl für Informatik 2 Kontakt  +49 9131 85-27620  +49 9131 85-28809 Adresse Universität Erlangen-Nürnberg Informatik 2
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 | Prof. em. Dr. Hans Jürgen Schneider |
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Aktuelle Projekte und Forschungsinteressen Graphtransformationssysteme
Graphtransformationen
Das Gebiet der Graphgrammatiken und
Graphtransformationen kombiniert Ideen aus den Bereichen
Graphentheorie, Algebra, Logik und Kategorientheorie. Die
breite Anwendbarkeit in verschiedenen Teilgebieten der
Informatik resultiert aus der Tatsache, dass Graphen an
vielen Stellen als intuitives Hilfsmittel zur Verdeutlichung
komplizierter Sachverhalte verwendet werden, z.B. als Daten-
bzw. Kontrollflussdiagramme, als Entity-Relationship-Diagramme,
Petri-Netze, zur Visualisierung sowohl von Software- als auch
von Hardware-Architekturen. Eine Graphgrammatik kann benutzt
werden, um eine Menge syntaktisch korrekter Diagramme zu
definieren, d.h. Diagramme, die nach den Regeln eines bestimmten
Anwendungsgebietes aufgebaut sind. Graphtransformationen erlauben
dynamische Veränderungen derartiger Darstellungen und somit die
Beschreibung der Entwicklung von Strukturen.
- Der kategorielle Ansatz
Dieser Ansatz
ist ein attraktives Hilfsmittel, äußerst unterschiedliche
Strukturen in einer einheitlichen Weise zu beschreiben.
Seit 2002 konzentrierten sich unsere Arbeiten auf die einheitliche
Beschreibung unterschiedlicher Modelle für asynchrone Prozesse.
Die Petri-Netze basieren auf "gewöhnlichen" Graphen, Statecharts
verwenden hierarchische Graphen, die parallele logische Programmierung
kann mit Hilfe sogenannter Dschungel graphentheoretisch interpretiert
werden, und die Aktorsysteme lassen sich als Graphen darstellen, deren
Markierungsalphabet eine Menge von Termgraphen ist.
- Parallele Unabhängigkeit
Die meisten Autoren
diskutieren die Frage, ob zwei Ableitungsschritte vertauscht werden
können, ohne das Ergebnis zu verändern, unter der strengen Voraussetzung,
dass beide Seiten der Producktionen injektiv sind, obwohl der
ursprüngliche Beweis nichtinjektive rechte Seiten erlaubt. Wir konnten
zeigen, dass eine unwesentliche Einschränkung des Alphabets die
Gültigkeit des Unabhängigkeitstheorems auch für Produktionen sichert,
die die Markierungen ändern. Dieses Ergebnis kann in interessanten
Bereichen angewandt werden, z.B. bei der Termgraphersetzung und bei
Datenbankoperationen.
- Generizität
Der kategorielle Ansatz bei Graphtransformationen ist äußerst generisch:
Alle Beweise und Konstruktionen gelten für verschiedene Graphtypen. Nur
die grundlegenden Operationen müssen für jede Anwendung detailliert
beschreiben werden, die kategoriellen Eigenschaften können in einer
Weise definiert werden, dass sie für alle Anwendungen gelten. Da moderne
Programmiersprachen generische Konzepte unterstützen, liegt es nahe,
den kategoriellen Ansatz in Sprachen wie Java und Haskell zu implementieren.
Ein Lehrbuch
über dieses Gebiet ist in Vorbereitung.
Neuere Ergebnisse über Graphtransformationssysteme:
- Implementing the Categorical
Approach to Graph Transformations With Haskell
- Changing Labels in the Double-Pushout Approach
Can Be Treated Categorically
- Relabeling and the Independence
Theorem in the Double-Pushout Approach to Graph Transformations
Diese Aufsätze, das Lehrbuch und die Vorlesung sind mit einem
Makro-Paket für LaTeX vorbereitet worden:
Kurze Einführung
(in German only)
Macro-Defs
 Sprechstunde: Im Anschluss an die Vorlesungen und außerdem nach
Vereinbarung über E-Mail.
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